Mittwoch, 27. Januar 2016

Trauerkarten mit halb vollem Glas


Das Thema Tod ist kein einfaches. So ist es auch mit den Trauerkarten. Aber darauf möchte ich gar nicht näher eingehen sondern über die Sache mit dem halb vollen oder dem halb leeren Glas. Mir wurde nach einem Schicksalsschlag gesagt: es kommt jetzt darauf an, ob sie das Glas als halb voll oder als halb leer sehen. Ich habe mich entschieden, es als halb voll anzusehen und ich gebe mir die grösste Mühe, dass mein Glas mich halb voll durch mein Leben begleitet.... pffff manchmal ist es aber so was von leer und da hege ich die Befürchtung: "dä cheib wird nie meh haub vou" :-)


Und ich glaube auch, dass das Ding mit dem Glas auch das gleiche wie mit den Trauerkarten ist. Man kann es als halb voll oder als halb leer bezeichnen. Tönt komisch aber ich möchte euch meine Sichtweise dazu erklären:

Wenn ich meine ganze Energie und meine ganze Leidenschaft und mein ganzes Herz in genau diese Karte stecke, spürt dies der Empfänger, denn manchmal gibt es keine Worte und manchmal sind auch keine Worte nötig, aber man kann sich auch mittels einer Karte sehr gut ausdrücken. Beim werkeln dieser Karte habe ich die Möglichkeit, ganz bewusst über die verstorbene Person nachzudenken, mich zu erinnern.... an die schönen und wertvollen Momente. An die lustigen, die traurigen, die schwierigen Momente. Für mich sind die Trauerkarten auch eine Art Abschied nehmen, die letzte Ehre erweisen und den Hinterbliebenen etwas Schönes zu Geschenken, das sie einwenig trösten soll.

Ich glaube nicht daran, dass die Zeit alle Wunden heilt, ich glaube daran, dass wir mit der Zeit mit den Wunden umzugehen wissen und wenn ich eben diese "Musterkarten" werkele dann denke ich über genau diese verstorbenen Menschen und auch Tiere nach, die nicht mehr bei mir sind. Ich denke an die schöne Zeit, an bestimmte Momente und ich geniesse dies sehr. Da ich mit der Zeit mit den Wunden umzugehen weiss, zaubern mir die Erinnerungen ein Lächeln ins Gesicht und ich trage das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel..... Jaaaa, auch der Mundart Stempel Trauerstempel hat so seine Bedeutung und ist nicht grundlos im Shop gelandet :-)

Und so kommt es eben darauf an, ob man das Glas halb leer oder halb voll ansieht....


Als Grundlage für die Karte habe ich eine Tüte verwendet und diese in der Mitte einmal gefaltet.  Das ganze Tütensortiment findest du: hier...
Über die Tüte habe ich das transparente Mundart Stempel Papier gelegt und dieses mittels schwarzen Oesen vorne und hinten befestigt. Das transparente Papier gibts hier...

Hier seht ihr gut, wie mittels einer Tüte die Karte entstanden ist. Links (dort, wo der Stempel ist), ist der Boden der Tüte. Auf der rechten Seite ist genügend Platz, um einige persönliche Worte zu schreiben.


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